MASERATI

Artikel mit dem Tag "Maserati"

Ein ziemlich verrückter Vogelkäfig: Maserati Tipo 60/61 "Birdcage"

André Kämpf

Maserati Tipo 61 Birdcage
Wie ein in geduckter Haltung zum Sprung bereites Tier

Es gibt in der Geschichte des Motorsports sicher eine Menge deutlich erfolgreichere Fahrzeuge. Es gibt sicher auch nicht wenige, die ihn an Rasse und Eleganz überstrahlen. Und trotzdem kann sich kaum jemand der eigenartigen Faszination entziehen, die der Maserati Tipo 60/61 "Birdcage" auf alle die ausübt, die für seine Formensprache offen sind. Diese Faszination ist zum einen rein sinnlicher Natur, ergibt sich aber auch aus seiner technischen Finesse und seiner Vita als ein aus der Not heraus geborenes Kind.

 

Über Ästhetik oder ästhetisches Empfinden lässt sich sicher trefflich streiten. Dem Designer des Maserati Tipo 60/61 ist selbiges aber schwerlich abzusprechen, denn er hat verstanden, worum es bei gut gemachtem Autobildesign geht (und wir reden hier sicher nicht vom aktuellen Car-Design): Nicht zuletzt erotische Urinstinkte sollen aus der Reserve gelockt werden. Ähnlich wie beim weiblichen Geschlecht verfehlt auch beim Automobil ein Design-Prinzip nie seine Wirkung beim (zumeist männlichen) Betrachter: Rundungen in wohlabgewogenen Proportionen müssen her! Und davon hat der Tipo 60/61, im Volksmund "Birdcage" genannt, nach der unbescheidenen Meinung des Verfassers einige zu bieten.

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vor 70 Jahren: Grand Prix von Nizza am 22.4.1946

André Kämpf

Grand Prix Nizza 1946
Volle Fahrt voraus in Nizza - und das schon 1946!

Europa liegt noch in Trümmern. Der zweite Weltkrieg wirft lange Schatten auch auf die Motorsportwelt, die doch bis unmittelbar vor dem zweiten Weltkrieg ihr vielleicht bis heute schillerndstes Kapitel erlebt hatte. Nachdem es schon im Herbst 1945 in Paris im Bois de Bologne erste bescheidene Gehversuche gegeben hatte, sich wieder automobilsportlich zu betätigen, findet am 22.April 1946 vor wunderschöner Kulisse an der berühmten Promenade des Anglais das erste Rennen der ersten ofiziellen Grand-Prix-Nachkriegssaison statt. Bei nicht allzu strenger Auslegung der Nomenklatur kann der 46er Nizza-Grand-Prix durchaus als erstes Fomel-1-Rennen der Geschichte bezeichnet werden.

 

Wen wundert's: deutsche Fahrer sind hier unerwünscht. Hatten sie noch bis unmittelbar vor dem zweiten Weltkrieg mit ihren Auto-Union- und Mercedes-Boliden die europäische Konkurrenz in Grund und Boden gefahren, müssen sie nun erstmal ganz kleine Brötchen backen. Es wird noch einige Jahre dauern, bis Fahrer und Fahrzeuge aus Deutschland wieder nennenswert, dann aber mit Nachdruck, in Erscheinung treten (dürfen). Die Weltmeister-Paarung Mercedes-Benz/Juan Manuel Fangio in den Jahren 1954 und 1955 ist bis heute Legende.

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